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ein Bericht von Stephan Reinisch

Jugend und Parlament


30.06.2009 - Als ich die Anfrage von Gerd Andres erhielt, am Programm Jugend und Parlament in Berlin teilzunehmen, zögerte ich nicht, sondern sagte sofort Ja. Genaue Vorstellungen, was mich erwarten würde, hatte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Als wir zu Beginn des Programms im Paul-Löbe-Haus empfangen wurden, erzählte man uns, welcher Partei wir für die 4 Tage angehören würden und gab uns viel Material. Dort traf ich auch meine Kollegin aus Hannover, Madeleine Gill, die das Glück hatte, als Nachrückerin ebenfalls auf Einladung von Gerd Andres teilzunehmen. Ich wurde der „APD“ („Arbeiterpartei Deutschlands“) zugeteilt, die eigentlich ein SPD-Äquivalent ist, und war somit richtig. Es hätte mich auch gereizt, eine andere Meinung spielen zu müssen - aber so war es auch ok.

Schließlich begann der anstrengende Teil: mehrere Tage von früh morgens bis spät abends Politik machen. In Fraktionssitzungen, Ausschüssen und Plenumssitzungen diskutieren, debattieren, überzeugen, um am Ende zumindest ein bisschen die eigenen Werte durchzusetzen. Nach einem harten Stück Arbeit hatten wir es geschafft. Von den 3 Gesetzesvorschlägen und dem einen Kriegseinsatz in dem fiktiven Land „Orinokien“ trug fast alles unsere Handschrift. Ich fand es zwar beschämend, dass „Orinokien“ durchgewunken wurde, aber es ließ sich nichts ändern. Zum Glück durfte ich bei der Abstimmung meinem Gewissen folgen; zuerst wollten „die da oben“ nämlich Fraktionsdisziplin einfordern.

Das Highlight der Veranstaltung kam am Schluss: In einer Podiumsdebatte durften wir den wirklichen Fraktionsvorsitzenden Fragen stellen, was ich auch gerne tat. Die Tatsache, dass Guido Westerwelle sie nicht ansatzweise vernünftig beantworten konnte, hat mich nicht wirklich überrascht.

Jugend und Parlament war für mich eine richtig gute Erfahrung, auch wenn Tagesabläufe von 6:30 morgens bis 3:30 nachts auf Dauer sehr anstrengend werden. Ob ich es noch einmal tun würde? Garantiert! Wenn ich vorher politikinteressiert war, bin ich jetzt begeistert.

 

 

 

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