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Literaturtipp von Gerd Andres

Arne Dahl: "Misterioso", "Böses Blut" und "Rosenrot"

Piper Verlag | ISBN 3-492-23992-7, 3-492-24285-5 und ISBN 3-492-04809-9 | Preis: 8,90 Euro, 8,90 Euro und 17,90 Euro

Der innere Zusammenhang aller 3 Kriminalromane ist zwingend und packt einen von Anfang an.
Immer geht es um die die Sonderkommission der Reichspolizei in Schweden, die für besonders schwere Kapitalverbrechen gegründet wurde.
Die Hauptpersonen Paul Hjelm oder Kerstin Holm dominieren jeweils die einzelnen Krimis. 

Misterioso nutzt Jazz und dies besondere Stück von Thelonious Monk als roten Faden.
Misterioso und die Leidenschaft für unveröffentliche Originalstücke des Jazz bilden nicht nur den Titel des ersten Romans, sondern das Plot:
Sie hörten das Ende von Misterioso. Ziemlich schlechte Qualität, meinte Alberto. Zwei-, vielleicht dreimal kopiert, schätze ich. Kaum von einer CD. Das typische LP-Knistern fehlt auch. Vermutlich war das Original ein Fünfziger-Jahre-Tonband

Misterioso wurde am 7. August 1958 im Five Spot Café in New York aufgezeichnet, von dem Produzenten und Monk-Fanatiker Orrin Keepnews und dem Tontechniker Ray Fowler. Nach Monks Tod hat Keepnews auf der CD ein paar Nummern dazugenommen, die bei der früheren Riverside-Zusammenstellung verworfen worden waren. Die fehlen hier. Das hier muß was sein, von dessen Existenz ich weiß, das ich aber noch nie gehört habe. Wenn man der geschichte glauben kann, ist dieser kurze Ausschnitt nur erhalten geblieben, weil Ray Fowler im Suff eingepennt ist, ohne das Tonbandgerät abgestellt zu haben. Das kann aber auch ein Mythos sein. Die Improvisation hat hinterher sogar einen Namen bekommen, Risky. Keepnews und Monk wollten sie nicht mit auf der Platte haben, und bei den Complete Riverside Recordings ist sie auch nicht mit dabei. Die beiden hielten sie für eins jener Stücke, die im Augenblick ihres Entstehens eine gewisse Magie entfalten – und dann sterben. Aber ihr hört ja selbst, daß das nicht stimmt.
Irgend jemand muß die Aufnahme aus einem tiefen Keller ausgegraben und kopiert haben.

Böses Blut spielt in der Welt der Literaturkritik und benutzt eine ziemlich seltene Foltermethode aus dem Geheimdienstmilieu, um Spannung, Faszination, aber auch Gruseln und Grauen zu entfalten.

Der dritte Roman Rosenrot, den ich gelesen habe, spielt im Milieu der Flüchtlinge, der Asylbewerber und Migranten. Aids, Aidsmedikamente, Industriespionage und, wie immer, eine unbewältigte Vergangenheit gepaart mit der Bibel und den alttestamentarischen Losungen à la Schuld muss immer gesühnt werden, notfalls bis ins 4. oder 5. Glied der Generationen bilden den Hintergrund des Romans Rosenrot.

Leider fehlen mir noch die Krimis Falsche Opfer und Tiefer Schmerz, die ich in der Sommerpause lesen werde.

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